Archiv der Kategorie 'Orte'

Anatomie eines Strand-Besuchs

Ok, jeder hat sich schon mal am Strand umgezogen: als Kind, beim Campen, bei plötzlichem Gewitter. Seltsam wird es allerdings, wenn dies vor den Augen griechischer Familien mit kleinen Kindern geschieht - und wenn es ein erwachsener Mann tut.In Deutschland mag das kein Grund zur Aufregung sein. Ist ja auch gut so, den ostdeutschen FKK-Familienausflügen sei Dank! Doch wie denken die Griechen darüber? Einem Land, wo es wie in den meisten südlichen Ländern eben nicht üblich ist, dass Eltern sich vor den Augen ihrer Kinder entkleiden. Wo eben die Leute - aus welchen Gründen auch immer, sei es Religion, Scham, Stolz, Tradition - einfach prüder sind.

Die deutschen Touristen scheint das nicht zu stören. Vor den Augen aller zeigen sie an öffentlichen Stränden - keine FKK-Buchten -, was Einheimische gern verdeckt halten. Und ganz von dieser “prüde-oder-nicht”-Diskussion abgesehen: Wer geht schon zum Strand, um den Hintern von 55-jährigen Männern zu sehen? Die Wenigsten.

Aber man hat keine Chance: Statt traumhaftem Mittelmeer-Horizont gibt es ein behaartes Arschloch zu sehen. Genau in dem Moment, als Parallel in die kitschige Gedankenwelt von Segeltouren, Matrosen-Dasein, Robinson-Crusoe-Phantasien eintauchen will, erscheint in dem Südsee-Gaugin-Gemälde der unfrisierte Enddarm eines “ich zeig mal meinen Schwengel”-Touris. Unappetitlich.

In Scharen kommen sie und ziehen sich am Strand um - die Griechen staunen. Ein Familienausflug ist geplant, am Ende gibts eine Genitalienshow.

Interessant ist: Die Touristen tun so, als wären sie zufällig am Strand. Nach dem Motto: “Oh, fuck, Strand, hätte ich das gewusst, hätte ich meine Badesachen mitgebracht.” Und dann: “Ahhh, was für ein Glück, was ein herrlicher Zufall, ich hab meine Badesachen dabei, aber noch nicht angezogen.” Was folgt, ist eine iiiiiigitt Zeig-Pimmel-Cellulite-Darm-Show. Und das passiert jeden Tag des zweiwöchigen BADE-Pauschalurlaub, mit der Betonung auf BADE. Ist ja eigentlich klar, dass dazu eben BADEN gehört und man eben BADET - in BADE-Sachen.

Jeden Tag das gleiche Ritual: “Oh, fuck, Strand, nicht umgezogen” und “Ah, zufällig Badehose dabei, Hose runter, seht, was bei mir baumelt…”

Weggucken, werden jetzt einige denken. Geht aber nicht, denn in alle Richtungen das gleiche Spielchen, auch in den entlegendsten Buchten. Bleibt nur: Augen zumachen. Aber dann sieht man nichts vom Urlaub…

Dass dahinter doch etwas mehr steckt als “unschuldiges” Umziehen, zeigt folgende Anekdote.

Ein Mann will sich wieder einmal komplett umziehen, am Strand sind hunderte Menschen. Er sieht eine Ecke, wo man nicht ganz so unter Beobachtung ist. Er geht hin, fängt an, die Hose auszuziehen. Parallel denkt: Hat ihn das Gewissen gepackt? Schließlich waren überall kleine, griechische Mädchen. Aber nein, er zieht die Hose wieder hoch, verlässt die einsame Ecke, geht wieder zurück zu seinem Handtuch mitten in der Menschenmenge - und entblößt sich im Stehen. Alle sehen alles - ob sie’s wollen oder nicht.

Hier zwei Beispiel-Videos aus Kreta.

Stopschild-Siesta

Irgendwann hat selbst ein Stopschild genug vom “STOP” - und legt sich in den Schatten eines Olivenbaums.

Stopschild-Siesta

Come swim with me

Come swim with me

Parallel meets Dada

Grillen lesen “Kri Kri” auf Kreta.

Ausgebrannt & müde - Zeit zu ruhen

Manche wollten es ja schon immer gewusst haben, hier ist der Beweis: Wer denn ganzen Tag in der Sonne chillt, verbrennt innerlich…

Sofa auf Kreta

Matala vs. Thong Nai Pan

Liebe Leser: Aufgrund einer Recherche-Reise von Parallel auf die griechische Insel Kreta werden die Beitraege in der kommenden Zeit stark reduziert werden. “Aber was ist mit Internet-Cafes?”, wird der ein oder andere von euch jetzt fragen. Tja, in einem solchen sitzt Parallel gerade. Nach 10 Minuten konnte diese Administrationsseite aufgebaut werden, mit der ich diese Saetze schreibe. 56k-Modems sind hier in Matala noch total in Mode. Ganz im Gegensatz zu Thailand, wo sie selbst im entlegendsten Teil der Insel Koh Phangan auf DSL setzen.

Eine Bebilderung dieses Beitrags - trotz wirklicher interessanter, absurder und brisanter Fotos - ist daher nicht moeglich. Die 60-minuetige Upload-Zeit wuerde das kleine Budget der Parallel-Redaktion leider sprengen.

Bleibt dran!

Organic Revolution

 Lebensraum

“Alexa am Alexanderplatz” oder “Der Mensch ist ein Tier”

Der Mensch ist ein Tier, ein anderes Fazit lassen die zum Teil egozentrierten Beobachtungen bei der Eröffnung des Alexa am Alexanderplatz nicht zu. Wie in einer Büffelherde wurde gestrampelt, gedrückt, geschnauft - mit dem Unterschied, dass das Sozialverhalten der Büffel auf Tier-Dokus irgendwie organisierter scheint. Und weil ich selbst Teil der Masse war, strampelte, drückte und schnaufte ich selbst wie ein wildes Rind. Ich bin keinen Deut besser.

So blieb mir nur die Möglichkeit, die Decke im Eingangsbereich zu fotografieren, auf der sich ganz vage die Horde spiegelt.

Alexa

Elektrastraße 17

 Elektrastraße 17

Ich liebe es: in weißen Tennissocken über den Laminatboden zu rutschen, mit einem Grinsen am Spiegelschrank vorbei, rein ins Wohnzimmer, wo zwar keine Freunde warten, aber immerhin vier Nachwuchsdesigner-Stühle um einen Glastisch aufgestellt sind. Ich weiß gar nicht, auf welchen Stuhl ich mich setzen soll, und irgendwie habe ich auch Angst, dass das kalte Metall etwas zu kalt ist, wenn ich mich zurücklehne. setz mich aufs Bett und schau mir meine meine Socken an: schwarz, von einer einzigen Rutschpartie.

Ich setz mich aufs Bett und schau mir meine meine Socken an: schwarz, von einer einzigen Rutschpartie. Schwarz wie die Haare der Frau, die am Tag zuvor zum Putzen in der Wohnung war. Es ist wie Malen ohne Farben. Ich muss an Siggi Harreis denken und an die Montagsmaler. Mittwochs kommt auch nichts im Fernsehen.

Nur zum Spaß schau ich mal durch den Spion: Seit zwei Jahren haben sich die beiden Kinderwagen nicht von der Stelle bewegt. Kann das Kind mittlerweile laufen? Jeden Morgen liegt auf dem blauen Flur-Teppichboden die Tageszeitung, am Abend ist sie nicht mehr da. Aber die Kinderwagen bleiben, wo sind sind. Es ist wichtig, Konstanten im Leben zu haben. Ich rutsch zurück am Spiegelschrank vorbei, vorbei an der Koch-Nische, rein ins Wohnzimmer. Jetzt setze ich mich mal auf einen der Stühle. Es schmerzt etwas, wenn ich mich zurücklehne.


Zitat

"Bewusstsein macht müde, Ohnmacht nicht unbedingt glücklich." (zitiert aus den eigenen Gedanken)

Parallel-Pics

Asphalt-Vogel

Olivenölromantik

Weltaufgang

More Photos

Sound

Unnützes Wissen

"Forscher des Magazins 'Science' haben bei einer Studie entdeckt, dass Tänzerinnen bis zu 150 Dollar mehr verdienen können, wenn sie an ihren fruchtbaren Tagen tanzen. Die Gründe dafür geben den Forscher noch Rätsel auf." (gefunden auf "stern.de" unter dem Titel "Fruchtbare Stripperinnen verdienen mehr")

Blog-Zahlen

  • 6,391 klicks

 

Juli 2008
M D M D F S S
« Nov    
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031